Mehr als ein Wettbewerb: Die Demotape Clinic als Plattform für Nachwuchs
Die Zürcher Band «XOXO.» gewinnt mit «Razor Sharp Feathers» den Hauptpreis «Demo of the Year» 2026 und holt sich gleichzeitig den FONDATION SUISA Award in der Kategorie Rock.
Die diesjährige Ausgabe des m4music Festivals des Migros-Kulturprozent ging am 20. und 21. März 2026 erfolgreich über die Bühne und zeigte einmal mehr, wie viel Kreativität und Qualität Jahr für Jahr aus der Schweizer Nachwuchsszene kommt. Mit über 40 Acts auf fünf Bühnen rund um den Zürcher Schiffbau bot das Festival eine Plattform für aufstrebende nationale und internationale Künstler*innen. Eine Gelegenheit, die Schweizer Newcomer ins Rampenlicht zu stellen. Die vielversprechendsten Songs wurden in den Kategorien Pop, Rock, Lyrics & Beats, Electro und Out of Genre ausgezeichnet.
And the Winners are…
DEMO OF THE YEAR 2026
Den Hauptpreis «Demo of the Year 2026» holte sich die Zürcher Band «XOXO.».
Mit seinem Song Razor Sharp Feathers, erhält XOXO. nicht nur den FONDATION SUISA Award in der Kategorie Rock, sondern auch den mit CHF 5 000.- dotierten Hauptpreis «Demo of the Year».
«Das ‹Demo of the Year› geht an einen Song, der in Bezug auf seine Qualität keine Fragen offenlässt. Ein Track, der es versteht, von der ersten Sekunde an die volle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und zu keinem Zeitpunkt an Dynamik einzubüssen. Die Auszeichnung geht an eine Band, der wir eine grosse Karriere voraussagen – und der wir den richtigen Bus samt Fahrer*in wünschen, um die Welt zu erobern», begründet die Jury der Demotape Clinic ihre Wahl.
XOXO. mit «Razor Sharp Feathers»
FONDATION SUISA AWARDS 2026
Über alle fünf Kategorien hinweg – Pop, Rock, Electronic, Lyrics & Beats und Out of Genre – spannte der Wettbewerb ein breites stilistisches Feld auf, in dem sich neue Stimmen, Sprachen und Szenen begegneten. Aus den eingereichten Demos wurden 61 Selected Artists eingeladen, ihre Tracks in den Live-Jurysessions zu präsentieren und direktes, persönliches Feedback von Fachleuten zu erhalten. Es wäre in diesem Kontext falsch gewesen, nur einen einzigen Namen herauszuheben: Die Stärke der Demotape Clinic lag im kollektiven Bild einer Generation, nicht im isolierten Moment eines Einzelnen.
Die FONDATION SUISA Awards 2026, mit je CHF 3 000.- dotiert, zeichneten fünf Bands in den folgenden Kategorien aus:
Kategorie Rock | XOXO. (Zürich) mit «Razor Sharp Feathers»
Kategorie Electronic | TAM BOR (Lugano) mit «Fiasco»
Kategorie Lyrics & Beats | KAY YOKŌ (Genf) mit «Haru 春»
Kategorie Out of Genre | KOLJA (Biel) mit «Manifest»
POP|J. NUNN|Green Land
ROCK|XOXO.|Razor Sharp Feathers
ELECTRONIC|TAM BOR|Fiasco
LYRICS & BEATS|KAY YOKŌ|Haru 春
OUT OF GENRE⎪KOLJA|Manifest
In seiner Laudatio erinnerte FONDATION SUISA-Direktor Urs Schnell daran, dass ihn diese Plattform in den letzten Jahren immer wieder mit neuer Musik konfrontiert hatte – mit Sounds und Perspektiven, an die er sich gern erinnerte und die ihm, wie er sagte, niemand mehr nehmen konnte. Er betonte zugleich, wie sehr die Demotape Clinic als Format von Fairness und Wertschätzung gegenüber allen Teilnehmenden geprägt war und bedankte sich persönlich bei m4music-Direktor Philipp Schnyder, Mira Song, Leiterin Migros Kulturprozent und der gesamten Festivalcrew für die langjährige, vertrauensvolle Partnerschaft mit der FONDATION SUISA.
Gerade weil im Musikbusiness bisweilen mit harten Bandagen gekämpft werde, wirkte diese Konstanz besonders: ein gemeinsames Vertrauen in eine Plattform, die Chancen verteilte, ohne die Realität des Wettbewerbs zu beschönigen. Ja, es wurden Awards vergeben und Preisgelder ausgeschüttet – doch am Ende gewannen alle, die mitmachten, weil sie Sichtbarkeit, Feedback, Kontakte und oft auch die ersten konkreten Schritte in eine professionelle Laufbahn mitnahmen. Für viele emerging artists war die Teilnahme an der Demotape Clinic ein wesentlicher Teil ihres Wegs: Sie bauten Community und Netzwerke auf, erhielten Radio-Airplay, Festival-Slots und Zugang zu Coaching-Angeboten.
So blieb die Demotape Clinic auch 2026 das, was sie seit Jahren war: ein Radar für neue Schweizer Musik – und ein Ort, an dem sichtbar wurde, wie viel Zukunft in dieser Szene steckt.
XOXO.|Winner Demo Of The Year 2026 & Catégorie Rock
Promotion und Förderung von Schweizer Filmmusikkomponist*innen
SWISS FILMS, die FONDATION SUISA und SONART – Musikschaffende Schweiz bündeln neu ihre Kompetenzen und Ressourcen in einer strukturierten Partnerschaft, um die Position von Schweizer Filmmusikkomponist*innen innerhalb der internationalen Filmbranche nachhaltig zu stärken.
Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für die Entwicklung, Produktion und internationale Verwertung von Schweizer Filmmusik zu verbessern und den künstlerischen Beitrag der Komponist*innen im audiovisuellen Sektor sichtbarer zu machen.
Im Zentrum der Partnerschaft stehen Massnahmen zur Förderung der Professionalisierung, internationalen Vernetzung und Sichtbarkeit von Filmmusikschaffenden. Dazu zählen unter anderem die gemeinsame Präsenz an internationalen Festivals und Märkten sowie gezielte Aktivitäten zur Erhöhung der Visibilität der Schweizer Filmmusikkomponist*innen im In- und Ausland.
WEITERE INFORMATIONEN
Für alle Auskünfte zur Auswahl der Plattformen und Personen sowie zu den Auswahlkriterien, kontaktieren Sie bitte: Fatuma Osman, Consultant Talents & Immersive Formats fosman@swissfilms.ch
SONIC MATTER Festival 2026|26. Feb–1. März|Zürich Schweizer experimentelle Musik im internationalen Netzwerk
SONIC MATTER ist ein Festival, das seit 2021 in Zürich stattfindet und unterschiedliche künstlerische Ansätze im Bereich Klangforschung und Musik miteinander verbindet. Es versteht sich als Plattform für neue, experimentelle Musik und bringt Acts wie MAGDA DROZD, ENSEMBLE VORTEX, ANNE GILLOToder DIMITRI PERROT auf die Bühne. Die Szene ist zwar nach wie vor eine Nische, findet in Zürich aber dennoch bereits seit den 1980er an Orten wie dem Kunstraum Walcheturm statt und zeigt sich heute an Festivals wie eben dem SONIC MATTER oder am Institute for Computer Music and Sound Technology (ICST) der Zürcher Hochschule der Künste.
Mit dem Programm SWISS MUSIC @ home lädt die FONDATION SUISA – in Zusammenarbeit mit Pro Helvetia – internationale Fachleute in die Schweiz ein, um sie bei wechselnden Partnerfestivals direkt mit hiesigen Musikschaffenden und Veranstaltenden zu vernetzen. Ende Februar 2026 bot das Zürcher Festival SONIC MATTER dafür den Rahmen: Dort lernten dreizehn geladene Gäste – vorwiegend Festivalorganisator*innen aus Europa und dem Nahen Osten – die experimentelle Schweizer Szene kennen.
Genau hier setzte das Programm «SWISS MUSIC @ home» an: Die dreizehn geladenen internationalen Vertreter*innen erhielten einen kompakten Einblick in eben diese, lebendige Szene, besuchten das Institute for Computer Music and Sound Technology (ICST) sowie andere zentrale Kulturorte und lernten aktuelle Projekte und Arbeitsweisen vor Ort kennen. Ergänzend dazu nahmen sie am Freitag an Speed Meetings mit Schweizer Festivalorganisator*innen im Zürcher Kulturort «Institut» teil, gefolgt von einem gemeinsamen Mittagessen.
Speed Meetings mit Schweizer Festivalorganisator*innen im Zürcher Kulturort «Institut»
Informelle Begegnungen – etwa ein Networking-Apéro im Kunstraum Walcheturm mit geladenen Schweizer Musikschaffenden – boten zusätzlichen Raum für Gespräche jenseits von reinen Booking-Fragen. Die Teilnehmenden konnten zudem das Festivalprogramm nach eigenen Interessen erkunden und entdeckten Schweizer Acts direkt im Konzert- und Performancekontext.
Die Rückmeldungen fielen positiv aus: Hervorgehoben wurden die angenehme Gruppengrösse, die offene Stimmung und die sorgfältige Betreuung durch das Festivalteam. «SWISS MUSIC @ home» erwies sich bei SONIC MATTER 2026 als wirkungsvolles Format, um die Schweizer Szene der experimentellen Musik international sichtbarer zu machen und langfristige Kontakte zwischen lokalen und internationalen Akteur*innen zu fördern.
Die nächste geplante «SWISS MUSIC @ home»-Partnerschaft im Bereich Jazz ist das Cully Jazz im April 2026.
⚠️Für «SWISS MUSIC @ home» kann man sich nicht bewerben: Teilnehmende werden je nach Kontext individuell ausgewählt und eingeladen.
SWISS MUSIC @ SONIC MATTER 2026 in Bildern:
SWISS MUSIC @ home am SONIC MATTER Festival
SWISS MUSIC @ home am SONIC MATTER Festival
Speed Meetings mit Schweizer Festivalorganisator*innen im Zürcher Kulturort «Institut»
SWISS MUSIC @ home am SONIC MATTER Festival
SWISS MUSIC @ home am SONIC MATTER Festival
Institute for Computer Music and Sound Technology (ICST)
Zwischen Musik und Video: Interdisziplinarität und Innovation stärken
Die audiovisuelle Sprache der Musikindustrie befindet sich im Wandel. Vor diesem Hintergrund erweitern die Solothurner Filmtage im Rahmen ihrer Branchenplattform «SO PRO» ihr Angebot. Mit Unterstützung der FONDATION SUISA lancierten sie Ende 2025 das neue Kreativlabor «Screen to Sound», das den bisherigen Wettbewerb «Best Swiss Video Clip» ablöst.
«Screen to Sound» bietet Musiker*innen sowie Regisseur*innen die Möglichkeit, ihre Ideen für interdisziplinäre Kreationen zu einem Musikwerk vorzustellen. Diese audiovisuellen Kreationen können verschiedene Formen annehmen, vom visuellen Album über immersive Musikerlebnisse bis hin zu Live-Projektionen für Konzerte. Alle Ideen sind willkommen – insbesondere solche, die Neues wagen und den Dialog zwischen Ton und Bild weiterdenken.
Projekt-Auswahl 2026
Eine kuratierte Auswahl der eingereichten Projekte wurde im Rahmen eines intensiven Arbeitstages von renommierten Expert*innen aus der Musik- und audiovisuellen Szene begleitet. Am Ende dieses Tages wurde eine Entwicklungsförderung in Höhe von insgesamt CHF 10’000 vergeben, die auf drei Projekte aufgeteilt wurde. Den stimmungsvollen Schlusspunkt bildete ein Konzert, bei dem Musik und Video live aufeinandertrafen.
Ausgezeichnet wurden im Januar 2026 die folgenden Projekte:
Seit 2018 vergibt die FONDATION SUISA mit «Get Going!» Werkbeiträge an Musikschaffende, die an einem künstlerischen Wendepunkt stehen und Zeit, Freiheit und Risiko für ihren nächsten Schritt brauchen. Das Programm unterstützt jährlich Projekte mit je 25’000 Franken, bei denen nicht ein fertiges Produkt im Zentrum steht, sondern der Prozess: Recherche, Entwicklung, Neuorientierung. 2025 zeichnete die Jury acht Vorhaben aus, die mit Mut, künstlerischer Eigenständigkeit und gesellschaftlicher Relevanz auffallen.
Herzliche Gratulation an die acht Empfänger*innen!
RAPHAEL LOHER & PHILIPP SCHLOTTER | Well Tuned Pianos
Die Pianisten und Komponisten Raphael Loher und Philipp Schlotter sind seit Jahren als vielseitige Musiker in der Schweizer Szene unterwegs – zwischen experimenteller Elektronik, Ambient, Improvisation und Bandprojekten.
Mit «Well Tuned Pianos» nehmen sie etwas scheinbar Selbstverständliches auseinander: die Stimmung des Klaviers. Statt bei der üblichen westlichen Stimmung zu bleiben, tauchen sie in andere Tonsysteme ein, wie man sie etwa aus der Gamelan-Musik kennt, wo Instrumente bewusst gegeneinander verstimmt werden und so ein vibrierender, schimmernder Klang entsteht. Mit zwei transportablen Klavieren, die pro Ton nur eine Saite besitzen, erforschen sie verschiedene Stimmungen. Zusätzlich zu den Stimmungen wird das Obertonspektrum mit Präparation angereichert. Durch Improvisieren und Experimentieren wollen sie eigene Stimmungen kreieren und diese in eine neue, gemeinsame Spielpraxis und musikalische Sprache transformieren.
Die Jury lobte den experimentellen Ansatz aus der zeitgenössischen Musik im neuen Kontext sowie den Mut, eine bestehende Duo-Arbeit radikal zu vertiefen, statt nur ein weiteres Album zu planen.
Coco Schwarz ist Klangkünstler*in und Musiker*in mit Wurzeln in der internationalen Klassik und einem heutigem Schwerpunkt auf elektroakustischer, experimenteller und ambienter Musik.
Mit «Echoes of Extinction» rückt Schwarz Tierarten in den Fokus, die in der Schweiz kurz vor dem Verschwinden stehen – oft unbemerkt, aber akustisch allgegenwärtig. In Biosphären und Archiven werden Geräusche gesammelt, mit Biolog*innen und Ökolog*innen gearbeitet und das Material elektroakustisch transformiert, sodass Quaken, Rascheln und Rufe bedrohter Tiere in dichte Klanglandschaften überführt werden. Ziel ist kein naturgetreues Audio-Archiv, sondern ein sinnlicher, politischer Raum, in dem Verlust und Transformation hörbar werden. Schwarz versteht Klang dabei als Medium ökologischer Erinnerung und als aktives künstlerisches Handeln.
Die Jury sprach von einem Gesamtkunstwerk aus mehreren Disziplinen und hob hervor, wie konsequent Field Recordings, Öko-Klangforschung und Elektronik mit einem gesellschaftspolitisch relevanten Thema verbunden werden – als vertiefende Weiterführung eines bereits wichtigen Arbeitsschwerpunktes.
Simone Aubert ist Gitarristin, Schlagzeugerin, Sängerin, Komponistin und multidisziplinäre Künstlerin und bewegt sich seit über zwanzig Jahren in einer «unklassifizierbaren» Musiklandschaft zwischen Pop, Punk, Elektronik, Folk, Rock, Experiment und zeitgenössischer Musik.
Mit «projets 26/27» möchte sie nach über 1100 Konzerten auf fünf Kontinenten ihre vielen Aktivitäten neu ordnen und gezielter weiterentwickeln. Geplant sind das dritte Album ihres Projekts «Tout Bleu» mit internationalen Tourneen, ein Soloalbum sowie ein neues Post-Punk-Trio. Dafür baut sie den Verein «Phasma» aus, der sich um Administration, Planung und Koordination ihrer Tätigkeiten kümmert – damit sie mehr Zeit für Musik, Komposition und Proben hat. Heute möchte Simone Aubert dem kreativen Prozess mehr Raum und Bedeutung geben, sowohl für sich selbst als auch für die Musiker*innen in ihrem Umfeld, als der Vervielfachung von Konzerten, um mehr Forschungsresidenzen und Zeit für das Komponieren zu ermöglichen, unter fairen Arbeitsbedingungen für alle Beteiligten.
Die Jury betonte die Vielseitigkeit ihrer Karriere, ihre ganz eigene Klangsprache und die enorme Dichte an Konzerten und Schaffen, die nun in einer konsolidierten Struktur weiterentwickelt werden soll.
Camilla Sparksss ist das Alias der schweizerisch-kanadischen Musikerin Barbara Lehnhoff, Mitbegründerin der Indie-Band Peter Kernel und des Labels On The Camper Records. Als Live-Künstlerin ist sie bekannt für energiegeladene Performances zwischen Experiment, Elektronik, Dark Wave und Punk.
Im Projekt «Explore sound frequencies for healing» kehrt sie ihre bisherige Bühnenenergie um: Statt maximale Lautstärke und Adrenalin stehen Frequenzen, Schwingungen und Klangräume im Zentrum, die beruhigen, entschleunigen und eine Art meditative Intensität erzeugen sollen. Sie untersucht, wie sich ihr radikaler Sound in eine Praxis verwandeln lässt, die auf körperliche und psychische Wirkung zielt – eine Art Labor für heilende, aber keineswegs zahme elektronische Musik.
Die Jury sprach von einem «Punk-Spin-off», das auf hohem künstlerischem Niveau und mit grossem Leistungsausweis stattfindet, und würdigte die internationale Karriere, für die nun bewusster Raum für Input, Forschung und Neuausrichtung geschaffen werden soll.
KNOBIL (Louise Knobil) ist Kontrabassistin, Sängerin und Komponistin und verbindet Jazz, Punk, französischen Chanson und eine sehr persönliche, humorvolle Erzählhaltung zu einer eigenen musikalischen Welt.
Mit dem «KNOBIL large ensemble» baut sie ihr bisheriges Trio zu einem Sextett mit Bläsern, Gitarre, Rhythmusgruppe und einer bewusst mehrheitlich FLINTA*-Besetzung aus. Im neuen Repertoire geht es um freie Liebe, patriarchale Gewalt, ADHS, psychische Gesundheit oder «Pick-me» – also Themen, die man sonst eher in Essays oder Kommentarspalten vermutet, hier aber als dicht orchestriertes Jazz-Punk-Chanson mit viel Bühnenenergie verhandelt werden. «Get Going!» ermöglicht ihr, die Kompositionen und Arrangements in einer intensiven Solo-Residenz zu erarbeiten, Proben zu finanzieren und das Grossensemble als spielfertiges Projekt für Bühnen in der Schweiz und im Ausland zu etablieren.
Die Jury bezeichnete sie als «mega talentierte junge Musikerin» mit steilem Karriereaufwärtstrend und würdigte den Mut, ein anspruchsvolles Grossprojekt zu realisieren, das Tempo und Rastlosigkeit in künstlerische Verdichtung überführt.
LUM ist eine 23-jährige Pop-, Rap- und Reggaeton-Künstlerin mit Schweizer, französischen und spanischen Wurzeln. Sie pendelt zwischen Lausanne und Zürich und schreibt Songs auf Französisch und Spanisch, in denen sich Rap und Gesang mischen.
Mit «Développement du projet LUM» will sie die aktuelle Dynamik – ein viraler Freestyle in sieben Sprachen mit fast drei Millionen Views und zahlreiche Konzerte – in ein langfristiges Projekt überführen. Diese Entwicklung umfasst die Vergrösserung ihres Heimstudios, die Verbesserung ihrer Produktionsmittel und die Zusammenarbeit mit externen Produzent*innen, um sich eine grosse künstlerische Freiheit zu bewahren. Gleichzeitig möchte LUM ihr visuelles Universum und ihre Bühnenpräsenz verfeinern, damit Musik, Bilder, Texte und Energie dieselbe Geschichte erzählen. Ihre politische Botschaft, insbesondere ihre Positionierung als Gegengewicht zu einer noch immer weitgehend von Männern dominierten Rap-Szene, nimmt einen zentralen Platz in ihrem künstlerischen Schaffen ein. Schliesslich plant LUM für 2026-2027 die Umsetzung eines Grossprojekts (EP, Album, …) mit dem Ziel, ihr musikalisches Universum parallel zur Bühne weiterzuentwickeln und ihr gesamtes künstlerisches Projekt in einer starken und ausgereiften Vision zu vereinen.
Die Jury hob ihre starke Persönlichkeit, ihre politischen Inhalte und ihre Rolle als mehrsprachige Künstlerin hervor. Sie bringt verschiedene Sprachregionen der Schweiz zusammen und setzt in der männerdominierten Rapszene einen wichtigen Kontrapunkt.
Anuk Schmelcher ist Musikerin, Produzentin und Klangkünstlerin aus der Schweiz, die ihre Musik selbst schreibt, einspielt und produziert und dabei konsequent eine eigenständige Produzentinnen-Praxis mit klarem Fokus auf den Studio- und Produktionsprozess verfolgt.
Mit der Veröffentlichung ihres Debütalbums «Something Else» (Self-Release, 2025) richtet sie den Blick nach vorne. Der «Get Going!»-Beitrag unterstützt eine Phase der künstlerischen Weiterentwicklung, in der der Fokus klar auf dem Produzieren und Schreiben neuer Musik liegt. Anuk Schmelcher vertieft ihre Arbeit mit klassischen Instrumenten wie Drums, Synthesizer, Gitarre und Bass und entwickelt neue Ansätze im Recording und Sound Design, um ihr Klangbild weiter zu schärfen. Gleichzeitig eröffnet der Beitrag den nötigen Freiraum, unterschiedliche Formate auszuprobieren und herauszufinden, wie ihr Projekt künftig seinen Weg zum Publikum findet – ohne unmittelbaren Erwartungs- oder Verwertungsdruck.
Die Jury lobte die berührende Musik und würdigte die hohe Qualität der Produktion, die klare künstlerische Haltung und den konsequenten Fokus auf die Arbeit im Studio. Sie betonte, wie wichtig es ist, Produzentinnen Sichtbarkeit, Zeit und finanzielle Mittel zu geben, um ihre Praxis nachhaltig weiterzuentwickeln und eigenständige künstlerische Positionen zu stärken.
Marc Méan ist ein in Vevey geborener, in Zürich lebender Jazzpianist und Komponist, der mit seinem Trio Fields ebenso arbeitet wie in hybriden Soloformaten, in denen Klavier oder Orgel mit Elektronik, Loops und Echtzeitbearbeitung verschmelzen.
In «L’orgue comme voyage de découverte» widmet er sich der Orgel als Instrument zwischen Tradition und Experiment. Ausgehend von den Improvisationen seines Albums «Rituals», das in einer Kirche in Lausanne entstand, setzt er seine Arbeit nun an den Orgeln des Friedhofs Sihlfeld in Zürich fort, wo die Instrumente eng mit den Themen Leben, Tod und Erinnerung verbunden sind. Dort entwickelt er ein Live-Set, in dem Orgelklänge mit granularer Synthese, Loops und elektronischer Bearbeitung verflochten werden – ohne in klassische oder rein religiöse Musik abzurutschen. «Get Going!» ermöglicht ihm, diese verstreuten Experimente zu bündeln, eine performative Form zu entwickeln und die Grundlage für ein neues Soloalbum zu schaffen.
Die Jury bezeichnete das Vorhaben als spannendes Projekt mit starker Musik, das bestehende Arbeiten vertieft und einen Jazzpianisten auf ungewohnten, experimentellen Wegen zeigt.
Neuer Direktor der FONDATION SUISA ab 01. Juli 2026
Im Hinblick auf die Pensionierung von Urs Schnell im September 2026 hat der Stiftungsrat
Herrn Fabio Baechtold als neuen Direktor der FONDATION SUISA gewählt.
Herzliche Gratulation!
Fabio Baechtold ist seit 2007 Geschäftsleiter des Berner Jazzveranstalters «BeJazz» und koordiniert seit 2017 im Nebenamt das Festival «Suisse Diagonales Jazz». Während acht Jahren war er Mitglied der Musikkommission der Stadt Bern und hat später auch deren Präsidium übernommen. Er verfügt über umfassende Erfahrungen in der Musikförderung und kennt sich als SUISA-Mitglied zudem in allen wichtigen Fragen des Urheberrechts aus.
Fabio Baechtold wird seine Stelle am 1. Juli 2026 antreten – das ganze Team und der Stiftungsrat freuen sich auf die Zusammenarbeit.
PS.: Weitere Informationen folgen zu einem späteren Zeitpunkt.
Ein erfolgreicher Schritt in einen anspruchsvollen Markt
Mit der diesjährigen Ausgabe von Linecheck Music Meeting & Festival wagte die Schweizer Delegation, begleitet von Swiss Music Export, einen neuen Ansatz, um den italienischen Musikmarkt besser zu verstehen und nachhaltige Verbindungen aufzubauen. Insgesamt nahmen zehn Schweizer Musikschaffende und Branchenvertreter*innen aus allen Sprachregionen teil – darunter drei aus dem Tessin, was den gesamtschweizerischen Charakter der Delegation nochmals unterstrich.
Ein Auftakt mit Marktüberblick & Networking Am Mittwoch, 19. November, erhielten die Teilnehmenden einen kompakten Einblick in den italienischen Musikmarkt. Repräsentant*innen verschiedener Bereiche der italienischen Musikbranche standen für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Am Abend fand ein Networking-Dinner mit der Schweizer Delegation, zusammen mit zehn Italiener*innen und fünf internationalen Gästen statt. Durch gezielte Platzwechsel nach jedem Gang wurde der Networking-Effekt deutlich verstärkt.
Konferenz & Matchmaking An den folgenden Tagen war die Delegation vollständig in die Konferenz integriert. Dank priorisierter Berücksichtigung im Matchmaking konnten alle Teilnehmenden zahlreiche für sie relevante Professionals in ruhigem Rahmen kennenlernen. Zudem sprachen drei Delegierte auf Panels, was der Schweizer Präsenz zusätzliche Sichtbarkeit verschaffte.
“MEET THE SWISS” – ein offener Raum für Begegnungen Am Donnerstag organisierte SME einen 1.5-stündigen Apero mit Bier, Wein und Snacks, um weitere unkomplizierte Begegnungen mit internationalen Teilnehmenden zu ermöglichen.
SCHWEIZER LIVE-ACTS AM LINECHECK 2025
Zwei starke Auftritte in völlig unterschiedlichen Settings
MORTÒRI spielten in der intimen Capsula, einem kleinen Raum, in dem das Publikum auf dem Boden sitzt – ein Setting, das eine konzentrierte, fast schon immersive Hörerfahrung ermöglicht. Das Set zog ein interessiertes Publikum an.
CRÈME SOLAIRE präsentierten ihr Set in einem deutlich grösseren Raum mit rund 300 Personen Kapazität, zu späterer Stunde und vor einem internationalen Publikum. Das Set war gut besucht und stiess auf positives Feedback.
MORTÒRI
CRÈME SOLAIRE
Beide Showcases waren erfreulich gut besucht, obwohl die Rahmenbedingungen kaum unterschiedlicher hätten sein können – ein starkes Zeichen für das wachsende Interesse an Schweizer Acts.
Ein neues Format, das überzeugt – und wiederholt werden sollte
Das Feedback zur Schweizer Präsenz war durchweg positiv. Die Kombination aus gezielter Markteinführung, priorisiertem Matchmaking, Showcases und informellen Networking-Möglichkeiten hat sich als besonders effektiv erwiesen – insbesondere in einem Markt wie Italien, der für Schweizer Musikschaffende schwer zugänglich sein kann. Die frühzeitige Abfrage von Zielen und Wunschkontakten erwies sich als wertvolles Instrument für die Vorbereitung.
Die FONDATION SUISA und arttv präsentieren Videobeiträge über ausgewählte Musikschaffende, die über ihre Arbeit und ihre aktuellen Projekte berichten. Zudem porträtiert arttv die Empfängerinnen und Empfänger der letztjährigen «Get Going!»-Ausschreibungen der FONDATION SUISA in mehrteiligen Serien-Videoporträts.
Eine Partnerschaft zwischen:
Aktueller arttv-Videobeitrag: NNAVY – ein Sound mit Seele
PUBLIZIERT AM 11. NOVEMBER 2025
Eine Musikerin zwischen Soul und Jazz über das Finden ihrer künstlerischen Sprache
In den letzten Jahren hat die Lausanner Musikerin NNAVY – dank ihrer einzigartigen musikalischen Welt aus R’n’B, Soul und Jazz sowie ihrer unverkennbaren Stimme – national und international Erfolge feiern können.
Davon zeugen begeisternde Auftritte an Festivals wie dem Montreux Jazz Festival oder bei Jazz à Vienne. Ihre mittlerweile vier EPs wurden zudem über 20 Millionen Mal auf Spotify gestreamt.
NNAVY ist eine der Preisträgerinnen des Förderprogramms «Get Going!» 2024. Dieser Beitrag unterstützt ihre Arbeit und bietet ihr Freiraum für ihre künstlerische Entfaltung.
Auch dieses Jahr suchen das Popmusikfestival m4music und die FONDATION SUISA gemeinsam die Künstlerinnen und Künstler von morgen in den Kategorien Pop, Rock, Lyrics & Beats, Electronic und Out of Genre.
Die Anmeldung ist offen: Ab sofort und bis zum 21. Dezember 2026 können Sie Ihre Tracks einreichen.
Eine Auswahl der 61 vielversprechendsten Tracks in den Kategorien Pop, Rock, Lyrics & Beats, Electro und Out of Genre wird am 27. und 28. März 2026 am m4music-Festival in Zürich präsentiert. Fachleute aus dem Musikbusiness werden den Künstlerinnen und Künstlern ein direktes Feedback geben.
Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten die FONDATION SUISA Awards im Gesamtwert von CHF 20 000. Ihre Musik wird auf verschiedenen Partnerradios gespielt, und vor allem stehen sie im Zentrum der Aufmerksamkeit der Schweizer Musikszene. Die Preisträgerinnen und Preisträger können zudem vom Coaching-Programm «Double» des Migros-Kulturprozent profitieren.
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