Die Demotape Clinic ist Radar für neue Schweizer Musik und einer der wichtigsten Wettbewerbe für emerging artists in der Schweiz. Sie hilft ihnen, Community und Netzwerke aufzubauen. Gewinner*innen erhalten Preisgelder, wertvolle Sichtbarkeit und wichtige Connections in der Musikszene. Dieses Jahr wieder suchen das Popmusikfestival m4music und die FONDATION SUISA gemeinsam die Künstlerinnen und Künstler von morgen:
DEMOS WANTED Die Einsendefrist für die Tracks im Rennen um die Demotape Clinic 2026 ist am 21. Dezember 2025 abgelaufen.
PRE-JURY SESSION Zwei Genre-Expert*innen pro Kategorie hören sich alle Einsendungen an und wählen die 61 selected Artists aus.
ANNOUNCEMENT SELECTED ARTISTS Die 61 selected Artists werden bekannt gegeben und zum m4music Festival eingeladen, um an den Live-Jurysessions teilzunehmen.
LIVE-JURYSESSIONS & AWARD SHOW Eine Auswahl der vielversprechendsten Tracks in den Kategorien Pop, Rock, Lyrics & Beats, Electro und Out of Genre wird am 20. und 21. März 2026 am m4music-Festival in Zürich präsentiert.
Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten die FONDATION SUISA Awards im Gesamtwert von CHF 20’000 und Fachleute aus dem Musikbusiness geben ihnen ein direktes Feedback.
Ihre Musik wird auf verschiedenen Partnerradios gespielt, und vor allem stehen sie im Zentrum der Aufmerksamkeit der Schweizer Musikszene. Die Preisträgerinnen und Preisträger können zudem vom Coaching-Programm «Double» des Migros-Kulturprozent profitieren.
Seit 2018 vergibt die FONDATION SUISA mit «Get Going!» Werkbeiträge an Musikschaffende, die an einem künstlerischen Wendepunkt stehen und Zeit, Freiheit und Risiko für ihren nächsten Schritt brauchen. Das Programm unterstützt jährlich Projekte mit je 25’000 Franken, bei denen nicht ein fertiges Produkt im Zentrum steht, sondern der Prozess: Recherche, Entwicklung, Neuorientierung. 2025 zeichnete die Jury acht Vorhaben aus, die mit Mut, künstlerischer Eigenständigkeit und gesellschaftlicher Relevanz auffallen.
Herzliche Gratulation an die acht Empfänger*innen!
RAPHAEL LOHER & PHILIPP SCHLOTTER | Well Tuned Pianos
Die Pianisten und Komponisten Raphael Loher und Philipp Schlotter sind seit Jahren als vielseitige Musiker in der Schweizer Szene unterwegs – zwischen experimenteller Elektronik, Ambient, Improvisation und Bandprojekten.
Mit «Well Tuned Pianos» nehmen sie etwas scheinbar Selbstverständliches auseinander: die Stimmung des Klaviers. Statt bei der üblichen westlichen Stimmung zu bleiben, tauchen sie in andere Tonsysteme ein, wie man sie etwa aus der Gamelan-Musik kennt, wo Instrumente bewusst gegeneinander verstimmt werden und so ein vibrierender, schimmernder Klang entsteht. Mit zwei transportablen Klavieren, die pro Ton nur eine Saite besitzen, erforschen sie verschiedene Stimmungen. Zusätzlich zu den Stimmungen wird das Obertonspektrum mit Präparation angereichert. Durch Improvisieren und Experimentieren wollen sie eigene Stimmungen kreieren und diese in eine neue, gemeinsame Spielpraxis und musikalische Sprache transformieren.
Die Jury lobte den experimentellen Ansatz aus der zeitgenössischen Musik im neuen Kontext sowie den Mut, eine bestehende Duo-Arbeit radikal zu vertiefen, statt nur ein weiteres Album zu planen.
Coco Schwarz ist Klangkünstler*in und Musiker*in mit Wurzeln in der internationalen Klassik und einem heutigem Schwerpunkt auf elektroakustischer, experimenteller und ambienter Musik.
Mit «Echoes of Extinction» rückt Schwarz Tierarten in den Fokus, die in der Schweiz kurz vor dem Verschwinden stehen – oft unbemerkt, aber akustisch allgegenwärtig. In Biosphären und Archiven werden Geräusche gesammelt, mit Biolog*innen und Ökolog*innen gearbeitet und das Material elektroakustisch transformiert, sodass Quaken, Rascheln und Rufe bedrohter Tiere in dichte Klanglandschaften überführt werden. Ziel ist kein naturgetreues Audio-Archiv, sondern ein sinnlicher, politischer Raum, in dem Verlust und Transformation hörbar werden. Schwarz versteht Klang dabei als Medium ökologischer Erinnerung und als aktives künstlerisches Handeln.
Die Jury sprach von einem Gesamtkunstwerk aus mehreren Disziplinen und hob hervor, wie konsequent Field Recordings, Öko-Klangforschung und Elektronik mit einem gesellschaftspolitisch relevanten Thema verbunden werden – als vertiefende Weiterführung eines bereits wichtigen Arbeitsschwerpunktes.
Simone Aubert ist Gitarristin, Schlagzeugerin, Sängerin, Komponistin und multidisziplinäre Künstlerin und bewegt sich seit über zwanzig Jahren in einer «unklassifizierbaren» Musiklandschaft zwischen Pop, Punk, Elektronik, Folk, Rock, Experiment und zeitgenössischer Musik.
Mit «projets 26/27» möchte sie nach über 1100 Konzerten auf fünf Kontinenten ihre vielen Aktivitäten neu ordnen und gezielter weiterentwickeln. Geplant sind das dritte Album ihres Projekts «Tout Bleu» mit internationalen Tourneen, ein Soloalbum sowie ein neues Post-Punk-Trio. Dafür baut sie den Verein «Phasma» aus, der sich um Administration, Planung und Koordination ihrer Tätigkeiten kümmert – damit sie mehr Zeit für Musik, Komposition und Proben hat. Heute möchte Simone Aubert dem kreativen Prozess mehr Raum und Bedeutung geben, sowohl für sich selbst als auch für die Musiker*innen in ihrem Umfeld, als der Vervielfachung von Konzerten, um mehr Forschungsresidenzen und Zeit für das Komponieren zu ermöglichen, unter fairen Arbeitsbedingungen für alle Beteiligten.
Die Jury betonte die Vielseitigkeit ihrer Karriere, ihre ganz eigene Klangsprache und die enorme Dichte an Konzerten und Schaffen, die nun in einer konsolidierten Struktur weiterentwickelt werden soll.
Camilla Sparksss ist das Alias der schweizerisch-kanadischen Musikerin Barbara Lehnhoff, Mitbegründerin der Indie-Band Peter Kernel und des Labels On The Camper Records. Als Live-Künstlerin ist sie bekannt für energiegeladene Performances zwischen Experiment, Elektronik, Dark Wave und Punk.
Im Projekt «Explore sound frequencies for healing» kehrt sie ihre bisherige Bühnenenergie um: Statt maximale Lautstärke und Adrenalin stehen Frequenzen, Schwingungen und Klangräume im Zentrum, die beruhigen, entschleunigen und eine Art meditative Intensität erzeugen sollen. Sie untersucht, wie sich ihr radikaler Sound in eine Praxis verwandeln lässt, die auf körperliche und psychische Wirkung zielt – eine Art Labor für heilende, aber keineswegs zahme elektronische Musik.
Die Jury sprach von einem «Punk-Spin-off», das auf hohem künstlerischem Niveau und mit grossem Leistungsausweis stattfindet, und würdigte die internationale Karriere, für die nun bewusster Raum für Input, Forschung und Neuausrichtung geschaffen werden soll.
KNOBIL (Louise Knobil) ist Kontrabassistin, Sängerin und Komponistin und verbindet Jazz, Punk, französischen Chanson und eine sehr persönliche, humorvolle Erzählhaltung zu einer eigenen musikalischen Welt.
Mit dem «KNOBIL large ensemble» baut sie ihr bisheriges Trio zu einem Sextett mit Bläsern, Gitarre, Rhythmusgruppe und einer bewusst mehrheitlich FLINTA*-Besetzung aus. Im neuen Repertoire geht es um freie Liebe, patriarchale Gewalt, ADHS, psychische Gesundheit oder «Pick-me» – also Themen, die man sonst eher in Essays oder Kommentarspalten vermutet, hier aber als dicht orchestriertes Jazz-Punk-Chanson mit viel Bühnenenergie verhandelt werden. «Get Going!» ermöglicht ihr, die Kompositionen und Arrangements in einer intensiven Solo-Residenz zu erarbeiten, Proben zu finanzieren und das Grossensemble als spielfertiges Projekt für Bühnen in der Schweiz und im Ausland zu etablieren.
Die Jury bezeichnete sie als «mega talentierte junge Musikerin» mit steilem Karriereaufwärtstrend und würdigte den Mut, ein anspruchsvolles Grossprojekt zu realisieren, das Tempo und Rastlosigkeit in künstlerische Verdichtung überführt.
LUM ist eine 23-jährige Pop-, Rap- und Reggaeton-Künstlerin mit Schweizer, französischen und spanischen Wurzeln. Sie pendelt zwischen Lausanne und Zürich und schreibt Songs auf Französisch und Spanisch, in denen sich Rap und Gesang mischen.
Mit «Développement du projet LUM» will sie die aktuelle Dynamik – ein viraler Freestyle in sieben Sprachen mit fast drei Millionen Views und zahlreiche Konzerte – in ein langfristiges Projekt überführen. Diese Entwicklung umfasst die Vergrösserung ihres Heimstudios, die Verbesserung ihrer Produktionsmittel und die Zusammenarbeit mit externen Produzent*innen, um sich eine grosse künstlerische Freiheit zu bewahren. Gleichzeitig möchte LUM ihr visuelles Universum und ihre Bühnenpräsenz verfeinern, damit Musik, Bilder, Texte und Energie dieselbe Geschichte erzählen. Ihre politische Botschaft, insbesondere ihre Positionierung als Gegengewicht zu einer noch immer weitgehend von Männern dominierten Rap-Szene, nimmt einen zentralen Platz in ihrem künstlerischen Schaffen ein. Schliesslich plant LUM für 2026-2027 die Umsetzung eines Grossprojekts (EP, Album, …) mit dem Ziel, ihr musikalisches Universum parallel zur Bühne weiterzuentwickeln und ihr gesamtes künstlerisches Projekt in einer starken und ausgereiften Vision zu vereinen.
Die Jury hob ihre starke Persönlichkeit, ihre politischen Inhalte und ihre Rolle als mehrsprachige Künstlerin hervor. Sie bringt verschiedene Sprachregionen der Schweiz zusammen und setzt in der männerdominierten Rapszene einen wichtigen Kontrapunkt.
Anuk Schmelcher ist Musikerin, Produzentin und Klangkünstlerin aus der Schweiz, die ihre Musik selbst schreibt, einspielt und produziert und dabei konsequent eine eigenständige Produzentinnen-Praxis mit klarem Fokus auf den Studio- und Produktionsprozess verfolgt.
Mit der Veröffentlichung ihres Debütalbums «Something Else» (Self-Release, 2025) richtet sie den Blick nach vorne. Der «Get Going!»-Beitrag unterstützt eine Phase der künstlerischen Weiterentwicklung, in der der Fokus klar auf dem Produzieren und Schreiben neuer Musik liegt. Anuk Schmelcher vertieft ihre Arbeit mit klassischen Instrumenten wie Drums, Synthesizer, Gitarre und Bass und entwickelt neue Ansätze im Recording und Sound Design, um ihr Klangbild weiter zu schärfen. Gleichzeitig eröffnet der Beitrag den nötigen Freiraum, unterschiedliche Formate auszuprobieren und herauszufinden, wie ihr Projekt künftig seinen Weg zum Publikum findet – ohne unmittelbaren Erwartungs- oder Verwertungsdruck.
Die Jury lobte die berührende Musik und würdigte die hohe Qualität der Produktion, die klare künstlerische Haltung und den konsequenten Fokus auf die Arbeit im Studio. Sie betonte, wie wichtig es ist, Produzentinnen Sichtbarkeit, Zeit und finanzielle Mittel zu geben, um ihre Praxis nachhaltig weiterzuentwickeln und eigenständige künstlerische Positionen zu stärken.
Marc Méan ist ein in Vevey geborener, in Zürich lebender Jazzpianist und Komponist, der mit seinem Trio Fields ebenso arbeitet wie in hybriden Soloformaten, in denen Klavier oder Orgel mit Elektronik, Loops und Echtzeitbearbeitung verschmelzen.
In «L’orgue comme voyage de découverte» widmet er sich der Orgel als Instrument zwischen Tradition und Experiment. Ausgehend von den Improvisationen seines Albums «Rituals», das in einer Kirche in Lausanne entstand, setzt er seine Arbeit nun an den Orgeln des Friedhofs Sihlfeld in Zürich fort, wo die Instrumente eng mit den Themen Leben, Tod und Erinnerung verbunden sind. Dort entwickelt er ein Live-Set, in dem Orgelklänge mit granularer Synthese, Loops und elektronischer Bearbeitung verflochten werden – ohne in klassische oder rein religiöse Musik abzurutschen. «Get Going!» ermöglicht ihm, diese verstreuten Experimente zu bündeln, eine performative Form zu entwickeln und die Grundlage für ein neues Soloalbum zu schaffen.
Die Jury bezeichnete das Vorhaben als spannendes Projekt mit starker Musik, das bestehende Arbeiten vertieft und einen Jazzpianisten auf ungewohnten, experimentellen Wegen zeigt.
Neuer Direktor der FONDATION SUISA ab 01. Juli 2026
Im Hinblick auf die Pensionierung von Urs Schnell im September 2026 hat der Stiftungsrat
Herrn Fabio Baechtold als neuen Direktor der FONDATION SUISA gewählt.
Herzliche Gratulation!
Fabio Baechtold ist seit 2007 Geschäftsleiter des Berner Jazzveranstalters «BeJazz» und koordiniert seit 2017 im Nebenamt das Festival «Suisse Diagonales Jazz». Während acht Jahren war er Mitglied der Musikkommission der Stadt Bern und hat später auch deren Präsidium übernommen. Er verfügt über umfassende Erfahrungen in der Musikförderung und kennt sich als SUISA-Mitglied zudem in allen wichtigen Fragen des Urheberrechts aus.
Fabio Baechtold wird seine Stelle am 1. Juli 2026 antreten – das ganze Team und der Stiftungsrat freuen sich auf die Zusammenarbeit.
PS.: Weitere Informationen folgen zu einem späteren Zeitpunkt.
Ein erfolgreicher Schritt in einen anspruchsvollen Markt
Mit der diesjährigen Ausgabe von Linecheck Music Meeting & Festival wagte die Schweizer Delegation, begleitet von Swiss Music Export, einen neuen Ansatz, um den italienischen Musikmarkt besser zu verstehen und nachhaltige Verbindungen aufzubauen. Insgesamt nahmen zehn Schweizer Musikschaffende und Branchenvertreter*innen aus allen Sprachregionen teil – darunter drei aus dem Tessin, was den gesamtschweizerischen Charakter der Delegation nochmals unterstrich.
Ein Auftakt mit Marktüberblick & Networking Am Mittwoch, 19. November, erhielten die Teilnehmenden einen kompakten Einblick in den italienischen Musikmarkt. Repräsentant*innen verschiedener Bereiche der italienischen Musikbranche standen für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Am Abend fand ein Networking-Dinner mit der Schweizer Delegation, zusammen mit zehn Italiener*innen und fünf internationalen Gästen statt. Durch gezielte Platzwechsel nach jedem Gang wurde der Networking-Effekt deutlich verstärkt.
Konferenz & Matchmaking An den folgenden Tagen war die Delegation vollständig in die Konferenz integriert. Dank priorisierter Berücksichtigung im Matchmaking konnten alle Teilnehmenden zahlreiche für sie relevante Professionals in ruhigem Rahmen kennenlernen. Zudem sprachen drei Delegierte auf Panels, was der Schweizer Präsenz zusätzliche Sichtbarkeit verschaffte.
“MEET THE SWISS” – ein offener Raum für Begegnungen Am Donnerstag organisierte SME einen 1.5-stündigen Apero mit Bier, Wein und Snacks, um weitere unkomplizierte Begegnungen mit internationalen Teilnehmenden zu ermöglichen.
SCHWEIZER LIVE-ACTS AM LINECHECK 2025
Zwei starke Auftritte in völlig unterschiedlichen Settings
MORTÒRI spielten in der intimen Capsula, einem kleinen Raum, in dem das Publikum auf dem Boden sitzt – ein Setting, das eine konzentrierte, fast schon immersive Hörerfahrung ermöglicht. Das Set zog ein interessiertes Publikum an.
CRÈME SOLAIRE präsentierten ihr Set in einem deutlich grösseren Raum mit rund 300 Personen Kapazität, zu späterer Stunde und vor einem internationalen Publikum. Das Set war gut besucht und stiess auf positives Feedback.
MORTÒRI
CRÈME SOLAIRE
Beide Showcases waren erfreulich gut besucht, obwohl die Rahmenbedingungen kaum unterschiedlicher hätten sein können – ein starkes Zeichen für das wachsende Interesse an Schweizer Acts.
Ein neues Format, das überzeugt – und wiederholt werden sollte
Das Feedback zur Schweizer Präsenz war durchweg positiv. Die Kombination aus gezielter Markteinführung, priorisiertem Matchmaking, Showcases und informellen Networking-Möglichkeiten hat sich als besonders effektiv erwiesen – insbesondere in einem Markt wie Italien, der für Schweizer Musikschaffende schwer zugänglich sein kann. Die frühzeitige Abfrage von Zielen und Wunschkontakten erwies sich als wertvolles Instrument für die Vorbereitung.
Die FONDATION SUISA und arttv präsentieren Videobeiträge über ausgewählte Musikschaffende, die über ihre Arbeit und ihre aktuellen Projekte berichten. Zudem porträtiert arttv die Empfängerinnen und Empfänger der letztjährigen «Get Going!»-Ausschreibungen der FONDATION SUISA in mehrteiligen Serien-Videoporträts.
Eine Partnerschaft zwischen:
Aktueller arttv-Videobeitrag: NNAVY – ein Sound mit Seele
PUBLIZIERT AM 11. NOVEMBER 2025
Eine Musikerin zwischen Soul und Jazz über das Finden ihrer künstlerischen Sprache
In den letzten Jahren hat die Lausanner Musikerin NNAVY – dank ihrer einzigartigen musikalischen Welt aus R’n’B, Soul und Jazz sowie ihrer unverkennbaren Stimme – national und international Erfolge feiern können.
Davon zeugen begeisternde Auftritte an Festivals wie dem Montreux Jazz Festival oder bei Jazz à Vienne. Ihre mittlerweile vier EPs wurden zudem über 20 Millionen Mal auf Spotify gestreamt.
NNAVY ist eine der Preisträgerinnen des Förderprogramms «Get Going!» 2024. Dieser Beitrag unterstützt ihre Arbeit und bietet ihr Freiraum für ihre künstlerische Entfaltung.
Auch dieses Jahr suchen das Popmusikfestival m4music und die FONDATION SUISA gemeinsam die Künstlerinnen und Künstler von morgen in den Kategorien Pop, Rock, Lyrics & Beats, Electronic und Out of Genre.
Die Anmeldung ist offen: Ab sofort und bis zum 21. Dezember 2026 können Sie Ihre Tracks einreichen.
Eine Auswahl der 61 vielversprechendsten Tracks in den Kategorien Pop, Rock, Lyrics & Beats, Electro und Out of Genre wird am 27. und 28. März 2026 am m4music-Festival in Zürich präsentiert. Fachleute aus dem Musikbusiness werden den Künstlerinnen und Künstlern ein direktes Feedback geben.
Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten die FONDATION SUISA Awards im Gesamtwert von CHF 20 000. Ihre Musik wird auf verschiedenen Partnerradios gespielt, und vor allem stehen sie im Zentrum der Aufmerksamkeit der Schweizer Musikszene. Die Preisträgerinnen und Preisträger können zudem vom Coaching-Programm «Double» des Migros-Kulturprozent profitieren.
Die WOMEX – Worldwide Music Expo gilt als eine der wichtigsten internationalen Fachmessen für die globale Musikindustrie und Stile aus der ganzen Welt. Sie vereint Messe, Konferenz, Filmprogramm und Showcase-Konzerte. Nach drei Ausgaben im Süden Europas und dem letztjährigen Halt in Manchester fand die 31. WOMEX vom 22. bis 26. Oktober 2025 in Tampere, Finnland, statt.
Die rund 60 Showcase-Konzerte boten Künstler*innen aus über 100 Ländern eine Bühne, von Südkorea bis Tansania, von Mexiko bis Madagaskar, und zeigten die WOMEX als beeindruckendes Panorama globaler Musikvielfalt. Zwar waren in diesem Programm keine Schweizer Acts vertreten, doch eine Verbindung zur Schweiz fand sich dennoch: Die vielversprechende brasilianische Sängerin, Songwriterin und Tänzerin FLAIRA FERRO, die traditionelle Rhythmen ihres Landes mit modernen Elementen aus Rock, Pop und Elektronik verbindet, wird international vom Schweizer Unternehmen Tropical Gold Entertainment betreut.
Die Schweizer Musikszene präsentierte sich am Gemeinschaftsstand SWISS MUSIC, welcher in Zusammenarbeit mit FONDATION SUISA, Pro Helvetia, SUISA, Swiss Music Export und Artlink organisiert wurde. Ziel war es, die Sichtbarkeit und internationale Vernetzung von Künstler*innen und Musikunternehmen aus der Schweiz zu stärken. Über 20 Schweizer Mitausstellende – darunter Musiker*innen, Veranstaltende, Managements, Agenturen und Labels – nutzten die Plattform für Begegnungen und Austausch. Der traditionelle Schweizer Apéro am Messestand bot zudem eine willkommene Gelegenheit, in ungezwungener Atmosphäre Kontakte zu pflegen und neue Verbindungen zu knüpfen.
Auffällig war die grosse Bandbreite der Teilnehmenden: Neben erfahrenen Vertreter*innen der Musikbranche waren auch viele junge Akteur*innen und neue Unternehmen vor Ort. Diese Vielfalt spiegelte sich auch in der Schweizer Präsenz wider. Viele Musikschaffende aus der Schweiz bringen unterschiedliche kulturelle Prägungen in ihre Arbeit ein und bewegen sich stilistisch zwischen Tradition, Globalität und zeitgenössischer Klangästhetik, und tragen dazu bei, dass die Schweiz im globalen Musikgeschehen stärker wahrgenommen wird und vernetzter ist, als ihre Grösse vermuten lässt.
Hohe Kosten am Austragungsort und erschwerte Visa-Verfahren führten im Vergleich zum Vorjahr leider zu einem Rückgang der Teilnehmenden um rund 25% auf 2’040. Trotzdem war die Stimmung laut zahlreichen Rückmeldungen von Teilnehmenden positiv und geprägt von fokussierten Gesprächen und intensivem Fachaustausch.
Die WOMEX bestätigte ihren Status als zentraler Knotenpunkt der internationalen Musikbranche. Sie brachte Menschen, Musik und Ideen aus aller Welt zusammen und bot erneut die Möglichkeit, die Vielfalt und Kreativität der Schweizer Musikszene international sichtbar zu machen.
Die nächste WOMEX findet vom 21. bis 25. Oktober 2026 auf Gran Canaria (ES) statt.
SWISS MUSIC @ WOMEX 2025 ⎪ IMPRESSIONEN IN BILDERN:
Zwischen Musik und Video: Interdisziplinarität und Innovation stärken
Die audiovisuelle Sprache der Musikindustrie verändert sich, darum erweitern die Solothurner Filmtage im Rahmen der Branchen-Plattform «SO PRO» ihr Angebot. Mit Unterstützung der FONDATION SUISA lancieren die Solothurner Filmtage mit «Screen to Sound» ein neues Kreativlabor, das den Wettbewerb «Best Swiss Video Clip» ablöst.
Dieses einzigartige Event lädt Musikschaffende sowie Regiepersonen ein, gemeinsam neue interdiziplinäre Kreationen zu entwickeln. Das kann beispielsweise ein visuelles Album, ein immersives Musikerlebnis oder auch Live-Projektionen für Konzerte sein. Alle Ideen sind willkommen, insbesondere solche, die Neues wagen und den Dialog zwischen Ton und Bild weiterdenken.
Eine Auswahl von Projekten wird einen Tag lang von renommierten Expert:innen aus der Musik- und audiovisuellen Szene betreut. Am Ende dieses Tages wird eine Entwicklungsförderung in Höhe von CHF 10’000 vergeben, die auf ein bis drei Projekte aufgeteilt wird. Und zum Abschluss: ein Konzert, bei dem Musik und Video live aufeinandertreffen!
Die Anmeldung für Projektideen ist per 05.12.2025 abgeschlossen.
ZIELGRUPPE
«Screen to Sound» richtet sich an Musiker:innen sowie Regisseur:innen, die audiovisuelle Formate zur Begleitung eines Schweizer Musikprojekts entwickeln möchten.
TERMINE
● 29.12.2025 Selektionsentscheid ● 05.01.2026 Versand der Projekte (ggf. mit englischer Übersetzung) an die Expert:innen ● 24.01.2026 Lab «Screen to Sound»
MaMA Music & Convention 2025 | 15.–17. Oktober | Paris (FR)
Schweizer Sounds, Pariser Puls – MaMA 2025 im Rückblick
Vom 15. bis 17. Oktober 2025 verwandelten sich die Pariser Viertel Pigalle und Montmartre in ein pulsierendes Festivalgelände, auf dem die internationale Musikbranche zusammenkam. Mittendrin: eine überzeugende Schweizer Präsenz.
SWISS LIVE SHOWS AM MAMA 2025
Beim Swiss Business Mixer, der am 16. Oktober in der Bar à Bulles stattfand, trafen sich Musikprofis aus Europa zum Austausch zwischen Fachgesprächen, Apéro und Showcase-Highlights. Im Fokus standen dabei die beiden Schweizer Acts:
SAMI GALBI sorgte mit seiner einzigartigen Mischung aus Electronica, Oriental Pop und frankophonen Beats für beachtliche Resonanz – sein Set wurde als eines der energiegeladensten des Tages beschrieben.
MEIMUNA wiederum überzeugte im MaMA-Showcase mit poetischem Pop und intimen Songs, die das Pariser Fachpublikum mit feiner Intensität in ihren Bann zogen.
MEIMUNA
SAMI GALBI
Parallel zum musikalischen Programm nutzten Vertreter*innen der Schweizer Musikszene die Chance, sowohl an Panels als auch an spontanen Netzwerkformaten teilzunehmen und so wichtige Kontakte in die französische sowie internationale Szene zu knüpfen. Die FONDATION SUISA ermöglichte Sichtbarkeit und gezielte Unterstützung für die Schweizer Delegation.
Ob Apéro beim Business Mixer oder abends auf der Bühne: Die Schweizer Szene war bei MaMA 2025 akzentuiert und kompetent vertreten – und bestätigte einmal mehr ihr Potenzial für den internationalen Austausch.
Der Swiss Business Mixer beim MaMA Music & Convention 2025 wurde gemeinsam von Swiss Music Export und der FONDATION SUISA organisiert, unterstützt von Pro Helvetia und der Schweizer Botschaft in Frankreich.
Das nächste MaMA Music & Convention findet vom 14. bis 16. Oktober 2026 in Paris statt.
Die FONDATION SUISA und arttv präsentieren Videobeiträge über ausgewählte Musikschaffende, die über ihre Arbeit und ihre aktuellen Projekte berichten. Zudem porträtiert arttv die Empfängerinnen und Empfänger der letztjährigen «Get Going!»-Ausschreibungen der FONDATION SUISA in mehrteiligen Serien-Videoporträts.
Eine Partnerschaft zwischen:
Aktueller arttv-Beitrag: Nathalie Froehlich – Rapperin ohne Limit
PUBLIZIERT AM 30. SEPTEMBER 2025
Ihr Motto ist: «I’m not a queen. I’m a godess!»
Die welsche Rapperin Nathalie Froehlich beeindruckt mit einer starken Bühnenpräsenz und klaren, direkten Texten. In ihrer Live-Show verbindet sie Baile Funk, Techno, Hardcore und Hip-Hop zu einem energiegeladenen Mix, der an eine unvergessliche Afterparty erinnert. Seit 2022 spielt sie über 50 Shows jährlich und arbeitet an ihrem Debütalbum, das noch in diesem Jahr erscheinen soll.
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